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Traumfänger

Traumfänger
Traumfänger wurden von den Hopis entwickelt und dienten dazu, böse Energie abzuhalten. Sprich im besondern böse Träume.

Die Träume hatten bei den Indianern wie auch bei vielen anderen Naturvölkern einen ganz besonderen Stellenwert.

Träume repräsentierten die Visionskraft, die Lebenskraft und die Quelle, aus der man schöpfen konnte. Sie waren nicht weniger wirklich wie die "normale" Realität.

Träume waren aus dem Grunde heilig und schützenswert! Wer seine Traumkraft verlor, verlor auch seine Lebenskraft.

Das ist für uns Zivilisierte Europäer leider nicht mehr so. Da sind Träume "Schäume", irreal und unbedeutend. Verstehen kann man sie sowieso in den seltesten Fällen.

Aus diesem Grund entstand der Traumfänger, der nach der Legende von einer Hopi-Mutter für ihr Kind gemacht wurde, da sie ihr Kind vor den bösen Träumen schützen wollte.

Das Netz stellt ein Spinnennetz dar mit der Spinne in der Mitte.
Die Spinne ist für die Indianer ein heiliges Wesen, als Göttin verehrt, da sie mit ihrem schützenden Netz das Mutterwesen repräsentierte.

Ein Netz, in dem alle aufgefangen waren.
Ein Netz, das alles Böse und schädliche fernhielt und nur das "Gute" festhielt. Gut ist, wenn man ihn sehen kann, da dann die seelische Botschaft einfach wirkt im Unbewußten.

Kinder reagieren besonders intensiv und positiv auf Traumfänger!

Es gibt diese Traumfänger in verschiedenen Farben - siehe jeweiliger Kasten zum auswählen.

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Legende der Azteken:

Es war eine Ahnfrau, die sehr unglücklich war. Denn sie hatte ein Kind, das jede Nacht mit den Kojoten weinte, weil ihr im Schlaf böse Träume böse Geschichten erzählten. Und weil die Ahnfrau keine Hilfe mehr wusste, bat sie die Spinnenfrau um ihren Rat. Spinnenfrau war viel älter als Ahnfrau und von großer Weisheit. Sie bog aus dem Holz der Bäume, die am Wasser wuchsen, einen Ring, nicht größer als der Kopf des Kindes.

Dann verwandelte sie sich in eine Spinne und spann Fäden in den Ring, kreuz und quer. Als sie damit fertig war, flocht sie Gegenstände von großer magischer Kraft in das Netz: die Rassel der Klapperschlange, die Wurzel einer Zauberpflanze, einen bunten Stein, das Haar des Bären und des Büffels. Und viele andere Gegenstände mehr, alle von großer magischer Kraft.

Spinnenfrau sagte: Nimm es und hänge es über die Wiege. So wird kein Traum mehr Kraft über dein Kind bekommen. Es wird bewirken, dass keine schlechte Energie mehr in euer Tipi kriecht, es wird alle diese Kräfte fangen und sammeln. Am Morgen werden sie mit der Nacht verschwinden. Zeige das Netz deinen Brüdern und Schwestern, und webt euch selbst Netze, damit die bösen Träume ihre Macht über deine Brüder und Schwestern verlieren. Und so ging die Ahnfrau in ihr Dorf zurück und tat, wie ihr geraten.

Legende der Lakota-Indianer:

Vor langer Zeit, als die Welt jung war, begab sich ein alter spiritueller Führer der Lakota-Sioux auf einen hohen Berg. Dort hatte er eine Vision.

In seiner Vision erschien ihm Iktomi, der große Trickser und Lehrer der Weisheit, in Gestalt einer Spinne. Iktomi sprach zu dem Ältesten in einer Sprache, die nur die spirituellen Führer der Lakota verstehen konnten. Während er sprach, nahm Iktomi, die Spinne, des Ältesten Weidenreifen, der mit Federn besetzt war, einige Pferdehaare, Perlen und Opfergaben und begann, ein Netz zu spinnen. Er sprach zu dem Ältesten über die Lebenszyklen - darüber, wie wir unser Leben als Säuglinge beginnen und uns weiterbewegen zur Kindheit und dann zum Erwachsenenalter. Schließlich erreichen wir das Alter, wo für uns gesorgt wird wie für Kinder - den Zyklus vervollständigend.

„Aber”, sagte Iktomi, während er fortfuhr, sein Netz zu spinnen, „in jeder Zeit des Lebens begegnen uns Kräfte - einige gute und einige schlechte. Wenn Du den guten Kräften zuhörst, werden sie Dich in die richtige Richtung lenken. Hörst Du aber auf die schlechten Kräfte, werden sie Dich verletzen und fehlleiten.” Er fuhr fort: „Es gibt viele Kräfte und verschiedene Richtungen, welche hilfreich sein können und Dich unterstützen, in Harmonie mit der Natur wie auch mit dem Großen Geist und seinen wundervollen Lehren zu leben, und solche, die sich einmischen und stören.” Die ganze Zeit, während die Spinne sprach, fuhr sie fort, ihr Netz zu weben, beginnend an der Außenseite und zur Mitte hinarbeitend.

Als Iktomi seine Erläuterungen beendet hatte, gab er dem Lakota-Ältesten das Netz und sagte: „Schau, das Netz ist ein vollkommener Kreis, aber da ist ein Loch im Zentrum des Kreises. Benutze das Netz, um Dir und Deinem Stamm zu helfen, Eure Ziele zu erreichen und nutze die Ideen, Träume und Visionen Deines Volkes in sinnvoller Weise. Wenn Du an den Großen Geist glaubst, wird das Netz Deine wertvollen Ideen einfangen, während die schädlichen durch das Loch verschwinden.”